Praxis für Psychotherapie
Dirk Hartmann
Heilpraktiker für Psychotherapie

Ich wollte nicht wieder in eine Depression rutschen!
Als ich Hilfe gesucht habe, war ich an einem Punkt angekommen, an dem ich nicht mehr weiterwusste. Innerhalb kurzer Zeit hatte ich mehrere schwere Verluste erlebt. Ich funktionierte zwar noch, aber innerlich war ich völlig erschöpft. Ich ging arbeiten, obwohl ich die ganze Zeit weinte, und hatte das Gefühl, dass etwas Grundlegendes nicht mehr stimmte. Mir war klar, dass ich nicht einfach nur eine Krankschreibung brauchte – ich wollte verstehen, was mit mir passiert. Ich wollte die Ursachen erkennen und wirklich etwas verändern.
Zu Beginn fühlte es sich an, als würde eine graue Wolke vor meinen Augen hängen. Ich konnte kaum nach vorne blicken und hatte das Gefühl, allein nicht mehr weiterzukommen. Deshalb entschied ich mich, professionelle Hilfe anzunehmen.
In der Therapie begann ich nach und nach, mich mit Themen auseinanderzusetzen, die ich über viele Jahre verdrängt oder „unter den Teppich gekehrt“ hatte. Jede Sitzung brachte etwas Neues ans Licht. Oft waren es Gedanken oder Gefühle, die ich zwar schon irgendwo in mir gespürt hatte, die aber nie wirklich greifbar geworden waren. Durch die Gespräche wurden diese Zusammenhänge klarer. Es war, als würde sich ein großes inneres Durcheinander langsam ordnen.
Besonders wichtig war für mich das Gefühl von Vertrauen und Sicherheit. Ich hatte den Eindruck, dass ich mich öffnen konnte, ohne die Orientierung zu verlieren. Dadurch konnte ich mich auf den Prozess einlassen und auch schwierige Themen anschauen, vor denen ich lange zurückgeschreckt war.
Die Veränderungen kamen nicht plötzlich, sondern Schritt für Schritt. Nach jeder Sitzung hatte ich das Gefühl, etwas besser zu verstehen oder ein Stück Ballast abgelegt zu haben. Mit der Zeit wurde ich innerlich stabiler. Ich begann, mich selbst klarer zu sehen und mein Leben bewusster wahrzunehmen. Viele Dinge, die mich früher belastet oder verunsichert hatten, verloren ihren Schrecken.
Heute fühle ich mich stärker und sicherer als jemals zuvor. Besonders im Umgang mit anderen Menschen habe ich mehr Vertrauen entwickelt. Ich kann besser zu mir stehen und habe das Gefühl, authentischer zu leben. Zum ersten Mal in meinem Leben fühle ich mich wirklich erwachsen – als würde ich mein Leben nicht mehr nur bewältigen, sondern aktiv gestalten.
Wenn ich beschreiben müsste, was sich verändert hat, würde ich sagen: Ich wollte ursprünglich nur verhindern, wieder in eine Depression zu geraten. Stattdessen habe ich viel mehr gewonnen. Ich habe nicht nur zu mir selbst zurückgefunden, sondern Seiten an mir entdeckt, die ich vorher gar nicht kannte. Aus einer Zeit voller Unsicherheit, Angst und Orientierungslosigkeit ist ein Gefühl von Klarheit, Stärke und innerer Stabilität entstanden.
Der Weg ist nicht zu Ende. Aber heute gehe ich ihn mit einem Vertrauen, das ich früher nicht hatte. Und das ist für mich vielleicht die größte Veränderung von allen.
Hinweis: Maria S. (Name geändert) spricht schlecht Deutsch, daher wurde ihr Erfahrungsbericht von der Redaktion bearbeitet.
